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Wie’s in meinem Herzen reißt!

12. Juni @19:00 - 21:00

Wie’s in meinem Herzen reißt!

Faust. Eine Tragödie
Szenen und Monologe aus Goethes Faust I

Kammerschauspieler Jürgen Wink spricht Faust
Rezitator Bernd P. R. Winter spricht Mephisto

 

Faust und Mephisto gehören untrennbar zusammen. Jürgen Wink, Kammerschauspieler am Kasseler Staatstheater und Rezitator Bernd P. R. Winter aus Kassel sprechen in einer Rollenlesung Szenen und Monologe aus Goethes Faust I. Für das Verständnis des Dramas entscheidend ist das zentrale Figurenpaar Faust – Mephisto, gesprochen von Jürgen Wink und Bernd P. R. Winter.

Die Haupthandlung beginnt nicht mit den Schlüsselfiguren Faust und Mephisto, Goethe fügt dem „Faust“ zunächst drei Prologe hinzu, das ist zunächst rätselhaft. Warum wählt Goethe diesen Einstieg? Goethe hatte zentrale Teile der Geschichte seines berühmten Dramas schon 1790 fertiggestellt – und dann kam das Schreiben für viele Jahre ins Stocken. Der Dichter steckte in einer Krise. Man kann diesen komplizierten Einstieg als eine Art Krisenbewältigung verstehen. Als einen sehr persönlichen Einstieg. Und der Prolog im Himmel soll zeigen, dass alles, was dort im Irdischen geschieht, schon im Himmel ein Vorspiel hat. Die Tragödie ist nicht aufzuhalten.

„Zueignung“, einem Gedicht: Es soll dem Zuschauer/Leser die Situation des Dichters nahebringen und beschreibt seinen Schaffensprozess. Es folgt:

„Vorspiel auf dem Theater“: Ein Gespräch zwischen Theaterdirektor, Dichter und Schauspieler. Damit wird das Theaterstück als Kunstprodukt dargestellt, noch bevor es überhaupt angefangen hat. Was das soll? Wahrscheinlich will der Dichter auf diese Weise dem Zuschauer deutlich machen: Es gibt einen anderen Blick auf das Geschehen.

„Prolog im Himmel“: Auch der Prolog ist der eigentlichen Tragödie des Faust vorangestellt. Der Prolog beginnt mit dem Gesang der Erzengel Raphael, Gabriel und Michael. Im anschließenden

Mephistopheles hält nicht viel von den Menschen, Gott dagegen hat ein positives Menschenbild. Auch wenn der Mensch manchmal auf Abwege geraten mag: Er kann immer auf seinen Weg zurückfinden. Zunächst steht in der sogenannten Gelehrtentragödie der alternde Faust im Zentrum. Als Wissenschaftler verzweifelt er an den Grenzen der menschlichen Erkenntnismöglichkeiten. Einen Selbstmordversuch bricht er erst im letzten Augenblick ab. Am Ende der Gelehrtentragödie steht Fausts Pakt mit dem Teufel in Gestalt des Mephistopheles. Als Lohn winkt Glück. Der Preis: der Verlust der eigenen Seele. (1)

1 telekolleg
2 Andrea Komp Faust I Johann Wolfgang Goethe

Eintritt frei

Details

Datum:
12. Juni
Zeit:
19:00 - 21:00

Veranstaltungsort

d:gallery-vereintekunst
Schönfelder Str. 41b
Kassel, 34121 Deutschland
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