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SUMMARY:"BLOSSKEINE WÄRME"
DESCRIPTION:Gottfried Benn \nSzenische Lesung mit Valeska Weber\, Bernd P. R. Winter\, Thomas Hof \nEin Gottfried Benn Abend \n„Gottfried Benn war der geborene Einzelgänger\, illusionslos und zynisch. Geniales Scheusal\, begnadeter Widerling\, nächtens nach weiblicher Beute schnappender Lurch. Der Dr. med. Gottfried Benn war all dies und noch viel mehr“\, liest man in eine seiner Biographien: „Er sei mondäner Weltenrüttler\, genießender Lebensverächter\, hochmütiger Melancholiker – und er schreibe so schöne Gedichte\, wie sie kaum einer der deutschen Sprache abgerungen habe“. \nWeil Benn vorübergehend in den Bannkreis der Nationalsozialisten geriet\, ist er manchen Kulturkritikern bis heute suspekt. Doch seine Lyrik\, die von den Nazis schließlich als „entartet“ gebrandmarkt wurde\, ist keiner künstlerischen Strömung und keiner Partei verpflichtet. \nSich selbst hat Gottfried Benn\, dem Büchner-Preisträger von 1951\, einmal so charakterisiert: „Fünfzehn Jahre lang von den Nazis als Schwein\, von den Kommunisten als Trottel\, von den Demokraten als geistig Prostituierter\, von den Emigranten als Renegat\, von den Religiösen als pathologischer Nihilist bezeichnet“. \nGottfried Benn war ein Sonderfall\, einer der wenigen\, die nach 1949 über ihre Vergangenheit diskutierten. \nDie Nachricht an alle die heute Benn hören und lesen muß heißen: \nWerft eure Vorurteile über Bord\, vergeßt den zeitweilig konservativen Parteigänger der Nazis\, entdeckt hinter der zynischen Provokation das Einzigartige\, das Genie eines Menschen\, der alle literarischen Sprechweisen beherrschte\, der den literarischen Rausch gegen die spießige Normalität seines Alltagslebens setzte. \nDie meisten seiner Gedichte\, aber auch seine Prosa und seine Essays\, sind ohne seine Tätigkeit als Arzt kaum zu denken und direkter Ausdruck seiner Sicht durch das Mikroskop des Arztes. Ob Demontage\, Destruktion oder Montage\, Kombination von antiken Mythen mit medizinischen Begriffen oder philosophischen Thesen mit Gossen-Jargon\, all das findet sich bei Benn und macht das Lesen seiner Gedichte und Aufsätze auch heute noch zu einem ungemein lohnenden geistigen Abenteuer.“ \n„Bloß keine Wärme“. Freuen Sie sich auf einen lyrisch-musikalischen Gottfried Benn Abend mit dem Kasseler Rezitator Bernd P. R. Winter. \n\nWolfgang Emmerich Gottfried Benn \n\nBeginn: 19 Uhr; Eintritt frei \nSpenden sind willkommen
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SUMMARY:Die Verteidigungsrede des Sokrates
DESCRIPTION:Internationaler Tag der Literatur \nDie Verteidigungsrede des Sokrates \nS O K R A T E S \nGeburtsstunde der Demokratie \nRezitator Bernd P. R. Winter \nIm Jahr 399 v. Chr. wurde Sokrates wegen Leugnung der staatlich anerkannten Götter und Verführung der Jugend vom Athener Rat zum Tod verurteilt. Zehn bis 20 Jahre nach dem weltberühmten Justizfall verfasste sein Schüler Platon\, der bei dem Prozess zugegen war\, die Apologie des Sokrates. Die Verteidigungsrede ist jedoch keine historisch korrekte Darstellung der Ereignisse\, sondern vielmehr ein Entwurf von Platons philosophischem Lebensideal. Ihm zufolge ist es die Aufgabe des Philosophen\, öffentlich anerkannte Weisheiten infrage zu stellen und die Mitmenschen zu einem tugendhaften Leben anzuleiten. Geld und Ansehen\, Karriere und Ämter stehen laut Platon dem Glück im Weg. Bevor die Menschen sich mit politischen Angelegenheiten befassen\, sollen sie sich zuerst um sich selbst\, um ihre Seele kümmern. Wer nach diesen Grundsätzen lebt\, das führt uns Platons Sokrates ebenso wortgewaltig wie eindringlich vor Augen\, braucht selbst den Tod nicht zu fürchten. Mit ihrer zeitlosen Wahrheit und ihrer schlichten\, beinahe alltäglichen Sprache zieht die Apologie des Sokrates den Leser in ihren Bann\, heute ebenso wie vor 2400 Jahren. \nGrandios spricht Bernd P. Winter die Verteidigungsrede des Sokrates. Er sitzt am Tisch\, der „Angeklagte und Verurteilte“\, und eine Fülle seiner überlegenen Weis- und Wahrheiten prasselt auf die Richter und Ratsherren ein. Seine Stimme\, aber auch sein schauspielerisches Können gepaart voller Ironie\, Spott und Witz. Im Untergrund aber spürt man auch Leid und Schmerz in seiner Stimme. Man ist auf der Seite Sokrates und fühlt geradezu die Beschämung der Ankläger. \n\nBeginn 19 Uhr; Eintritt frei \nSpenden sind willkommen
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SUMMARY:"GOETHE UND SEINE FRAUEN"
DESCRIPTION:Johann Wolfgang von Goethe\nNur wer die Sehnsucht kennt \nSzenische Lesung \nBernd P. R. Winter; Thomas Hof \nDer Kasseler Rezitator Bernd P. R. Winter und der Schauspieler Thomas Hof begleiten Goethe und „seine Frauen“ durch Liebesfreud und Liebesleid vom Jüngling bis ins hohe Alter und fügen dem Bild Goethes als Mensch und Liebhaber neue Facetten hinzu. Biographien\, Tagebuchaufzeichnungen\, Briefe und seine unsterbliche Lyrik kommen zur Aufführung. \n„Die Liebe lässt den Dichterfürsten ein Leben lang nicht los. Er ist unglücklich\, wenn er nicht liebt. Aber fürchtet sich gleichzeitig davor\, sich zu verlieben. Lieben bedeutet für ihn vor allem leiden. Das bemerkt bereits der Siebzehnjährige\, er leidet mit Genuss. Ob es all den Friederiken\, Ulriken\, Bettinen und Christianen ähnlich ergangen ist\, die von Goethe geliebt und häufig verlassen wurden?“ \n  \n„In allen Frauen\, die Goethe geliebt hat\, erkannte er Züge der einen Frau\, die er als Mater Gloriosa auf den Himmelsthron erhob und die zu besingen er nicht müde wurde. \nUnd so ließ er am Ende des Faust II den Chorus Mysticus gewissermaßen als Quintessenz aus den Erfahrungen seines langen Lebens verkünden: Das Ewig-Weibliche zieht uns hinan“.  \n  \nAuf sehr unterhaltsame Weise schaffen es die Künstler Leben und Wirken des großen Dichters zum Hörerlebnis werden zu lassen. \nEin Muss für alle Freunde großer Weltliteratur. \nEin kleiner Sektempfang im historischen Ambiente rundet den Abend ab. \nRüdiger Safranski: Goethe Kunstwerk des Lebens\nSigrid Damm: Goethes letzte Reise\nSiegfried Schütt: Liebe\, Liebe laß mich los\nFriedhelm Kemp: Goethe Gedichte\n  \nTAG Naturpark Habichtswald \nBeginn 17 Uhr; Eintritt: 18 € \nKarten: www.naturpark-habichtswald.de
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